Ein anderes physikalisches Problem

Die meisten Flammschutzchemien versuchen, die Verbrennung zu unterdrücken, indem sie die Reaktion zwischen Brennstoff und Sauerstoff durch das Freisetzen radikalfangender Moleküle unterbrechen. Das funktioniert, erfordert aber, dass Halogene (typischerweise bromierte oder chlorierte Verbindungen) in das Material eingebracht werden. Unter Hitze setzen diese Verbindungen die toxischen Gase frei, die für die Mehrheit der brandbedingten Todesfälle in modernen Gebäuden verantwortlich sind.

ANAXA® adressiert eine andere Ebene des Problems: die Wärmeausbreitung selbst. Die Verbindung besteht aus einer proprietären Mischung natürlicher Mineralien, die unter Hitze kristallisieren und spezifische Schwingungsfrequenzen abgeben. Diese Frequenzen stören die atomare Resonanz, die es der Wärme erlaubt, sich durch ein festes Material zu bewegen — sie begrenzen die thermische Energie auf eine kleine Zone und verhindern die Kettenreaktion, die die Ausbreitung der Flammen verursacht.

Kurz gesagt: Statt die Flamme chemisch zu bekämpfen, stoppt ANAXA® die zugrunde liegende Wärmeübertragung, die die Ausbreitung der Flamme ermöglicht. Das Ergebnis: ein Material, das nicht in Brand gerät, keinen toxischen Rauch abgibt und bei Temperaturen über 1’000 °C strukturell stabil bleibt.

Laborzertifizierte Leistung

Die Zahlen stammen von einem unabhängigen europäischen Brandschutzlabor, das nach der EI-Norm arbeitet. Das Protokoll setzt beschichtete Proben einer Flamme von 1’000 °C aus und misst, wie lange die nicht exponierte Seite unter dem Sicherheitsschwellenwert von ca. 158 °C bleibt.

  • Holz (OSB 15 mm): Widerstand mit 13.3× multipliziert, von 9 Minuten auf 125 Minuten
  • Gipsplatte (BA13): Widerstand mit 6.6× multipliziert, von 15 Minuten auf 100 Minuten
  • Aluminium (1 mm): Widerstand mit 23× multipliziert, von 3 Minuten auf 70 Minuten

Auf Holzsubstrat erzielte ANAXA® eine europäische Klassifizierung A2-s1,d0, die der ehemaligen M0-Norm entspricht — also ein nicht brennbares Material mit vernachlässigbarem Rauch und null brennenden Tropfen. Im veröffentlichten europäischen Wettbewerbsumfeld für Flammschutzanstriche ist dies derzeit das einzige Produkt mit dieser Einstufung auf Holzsubstrat.

Halogenfrei nach Design, nicht durch Neuformulierung

Der entscheidende Punkt — und derjenige, der für Beschaffungsteams 2026 am wichtigsten ist — ist, dass ANAXA® keine Halogene enthält, weil es von Anfang an ohne sie entwickelt wurde. Es ist keine halogenierte Chemie, die nachträglich an REACH angepasst wurde; es ist eine andere Lösungskategorie. Das eliminiert eine ganze Klasse regulatorischer und Reputationsrisiken für Partner, die die Technologie übernehmen, und stellt sicher, dass die Formulierung nicht von künftigen Beschränkungen für bestimmte Halogenfamilien betroffen ist.

Wo die Technologie in einem realen Produkt lebt

ANAXA® wird nicht als fertiges Endprodukt verkauft. Es ist ein funktionaler Inhaltsstoff, den Lizenznehmer in ihre eigenen Materialien integrieren, typischerweise mit rund 30 % der Endformulierung — genug, um es zu einer strukturierenden Komponente der Brandleistung zu machen statt zu einem marginalen Additiv.

Das Molekül wird derzeit in drei Anwendungsfamilien eingesetzt:

  • Beschichtungen und Anstriche, direkt auf bestehende Oberflächen aufgetragen — ermöglicht Brandschutz-Upgrades für bestehende Infrastruktur ohne strukturelle Änderung.
  • Verbundwerkstoffe, integriert während der Herstellung von Paneelen, Dämmplatten und Bauelementen.
  • Spezialisierte Verbindungen, für Hochleistungsanwendungen wie Batteriezellen, Wände von Rechenzentren und Transportausrüstung.

Warum das jetzt zählt

Der regulatorische und Marktkontext hat die Technologie eingeholt. EU-Beschränkungen für bromierte und chlorierte Flammschutzmittel werden jedes Jahr strenger. Bauvorschriften nach Grenfell in ganz Europa fordern höhere Brandleistung für Fassaden- und Dämmsysteme. Batterie- hersteller suchen händeringend nach dünnem, leichtem Wärmeschutz, der die Energiedichte nicht beeinträchtigt. Jede dieser strukturellen Verschiebungen spielt direkt ANAXA®s Stärken in die Hände.

Die Flammschutzindustrie hat auf eine grundsätzlich nicht-toxische, halogenfreie Lösung gewartet, die auf dem Niveau der bisherigen Chemie funktioniert. ANAXA® ist diese Lösung — und sie ist nun bereit für den industriellen Einsatz im grossen Massstab.

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